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Vom Glimmstängel zum Verdampfer – wie sich der Konsum in Deutschland gewandelt hat

adminBy adminAugust 21, 2026No Comments3 Mins Read
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Verdampfer
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In Deutschland hat sich innerhalb weniger Jahre der Umgang mit dem Rauchen erheblich gewandelt. Während 2001 noch etwa 28 Prozent der Erwachsenen regelmäßig zur Zigarette griffen, waren es 2021 nur noch etwa 23 Prozent. Zugleich entwickelte sich ein Markt, der zu Beginn dieser Jahrtausendwende kaum existierte – der für elektrische Verdampfer. Nach Schätzungen des Bundesverbandes der Tabakwirtschaft liegt der Umsatz mit E-Zigaretten und Liquids in Deutschland inzwischen bei über 600 Millionen Euro jährlich.

Table of Contents

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  • Die Geschichte einer Erfindung aus China
  • Technische Weiterentwicklung der Geräte
  • Warum viele Raucher umsteigen
  • Was die Zukunft zeigen wird

Die Geschichte einer Erfindung aus China

Wie so oft in der Technikgeschichte steckt auch hinter der modernen E-Zigarette eine tragische Geschichte. Sie geht nämlich auf einen chinesischen Apotheker namens Hon Lik zurück, der 2003 sein Konzept patentieren ließ. Sein Vater war an Lungenkrebs gestorben, und das brachte ihn auf die Idee der Verdampfung.

Das Grundprinzip ist einfach: Eine Flüssigkeit (Liquid) wird durch eine elektrisch beheizte Spule (Verdampfer) erhitzt und so verdampft, dass der Benutzer sie einatmet. Von 2007 an gelangte dann das erste Geräteangebot über den europäischen Markt auch nach Deutschland. Die ersten Typen, Cig-a-likes genannt, sahen aus wie normale Zigaretten, hatten aber wenig Leistung, kurzen Akku, wenig Dampf, wenig Aromen.

Technische Weiterentwicklung der Geräte

Die Geräte entwickelten sich in den folgenden Jahren weiter, ab etwa 2010 kamen die ersten eGo-Geräte mit größeren Akkus und wechselbaren Verdampferköpfen auf den Markt.
Es folgten Box-Mods mit regelbarem Watt, Temperaturregelung, Displays zur genauen Einstellung usw.

Heute sind drei Kategorien gebräuchlich. Die Pod-Systeme, vorgefüllte oder nachfüllbare Kartuschen, richten sich an Einsteiger, die einen kompakten Zug wie bei einer Zigarette suchen. Die Sub-Ohm-Verdampfer mit Spulen unter einem Ohm Widerstand erzeugen große Dampfmengen und werden im sogenannten Direct-to-Lung Verfahren genutzt. Einweg-E-Zigaretten, die seit etwa 2019 überall zu finden sind, bestehen aus einem fest verbauten Akku und einem vorgefüllten Tank.

Die Auswahl an Liquids hat sich in der Zeit parallel dazu entwickelt. Neben den klassischen Tabak- und Menthol-Varianten finden sich Frucht-, Dessert- und Getränkevarianten. Auch nikotinfreie Basen sind verbreitet, ebenso wie Spezialprodukte wie CBD Liquids, die Cannabidiol als Wirkstoff haben und in unterschiedlichen Konzentrationen erhältlich sind.

Warum viele Raucher umsteigen

Die Gründe für den Umstieg sind verschieden. Eine 2022 in der Cochrane Database of Systematic Reviews veröffentlichte Metaanalyse mit über 22.000 Teilnehmenden ergab, dass nikotinhaltige E-Zigaretten eine bessere Erfolgsquote beim Rauchstopp aufwiesen als klassische Nikotinersatzmittel wie Pflaster oder Kaugummis. Public Health England bezifferte 2015 die Schadstoffbelastung des Verdampfens auf etwa 95 Prozent unter der einer herkömmlichen Zigarette. Diese Zahl wird in der Fachwelt nach wie vor kontrovers diskutiert, ist aber ein brauchbarer Anhaltspunkt.

Aufgrund der Kosten steigen andere um. Eine Schachtel Zigaretten kostete in Deutschland 2024 im Mittel etwa 8 Euro, die monatlichen Ausgaben für Liquid und Verschleißteile bleiben bei regelmäßiger Nutzung in der Regel darunter. Ein weiterer Vorteil von E-Zigaretten ist, dass der Nutzer den Nikotingehalt selbst wählen und über die Zeit verringern kann. 

Was die Zukunft zeigen wird

Auf dem Markt zeigen sich Tendenzen zu geschlossenen Systemen und geräteseitiger Steuerung per App. Hersteller experimentieren mit variablen Zugwiderständen, Nutzungsstatistiken und Sperrfunktionen für Minderjährige. Gleichzeitig steht die Kategorie der Einweggeräte politisch unter Druck, in mehreren EU-Staaten stehen Verbote in den Startlöchern. Frankreich hat bereits für das Frühjahr 2025 ein solches Verbot erlassen. Wie sich der Konsum in Deutschland langfristig entwickeln kann, ist sowohl von den Produktinnovationen als auch von der regulatorischen Ausrichtung abhängig.

Magazinezeit

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