Jennifer Lafer ist die Tochter des Fernsehkochs Johann Lafer und seiner Ehefrau Silvia. Beruflich beschäftigt sie sich mit Fotografie, Konzeption, Video und Markeninhalten. Ihre Ausbildung führte sie nach London, wo sie an kreativen Projekten mitwirkte. Ihr Vater berichtete 2025 von ihrem dort abgeschlossenen Masterstudium und der Zusammenarbeit mit großen Marken. Öffentlich bekannt wurde sie auch durch ihre Teilnahme am Wiener Opernball 2013.
Wer ihren beruflichen Weg verstehen möchte, findet konkrete Beispiele in der Modefotografie und visuellen Kommunikation: Dazu gehören Videobeiträge für ein Londoner Museumsprojekt und ein veröffentlichtes Porträt des Hutdesigners Stephen Jones. Diese Arbeiten zeigen, welche Aufgaben sie selbst übernommen hat.
Familie und frühe öffentliche Auftritte
Jennifer wurde 1995 geboren. Sie ist das ältere der beiden Kinder von Johann und Silvia Lafer; ihr Bruder Jonathan kam 2001 zur Welt. Diese Familienangaben nennt die „Abendzeitung“ in einem Interview mit ihrem Vater vom Juni 2025. Bereits 2011 begleitete sie ihn zur Bambi-Verleihung, wie ein dort veröffentlichtes Veranstaltungsfoto dokumentiert.
Wie sie die Aufmerksamkeit für ihren bekannten Nachnamen damals erlebte, beschrieb sie selbst vor dem Wiener Opernball. Im Gespräch mit dem österreichischen „Kurier“ sagte sie im Februar 2013: „Für mich ist der Trubel neu, meine Eltern haben mich immer rausgehalten.“
Der Anlass des Interviews war ihre Teilnahme an der Balleröffnung. Ihre Eltern hatten ihr den Auftritt vorgeschlagen, und sie hatte die Idee angenommen. Als Tanzpartner wurde ihr Gianni Stumpf-Schalko zugeteilt. Nach dem damaligen Bericht begegneten sich die beiden erstmals bei der ersten Probe. Kurier
Der Wiener Opernball 2013
Beim Opernball gehörte sie zu den Debütantinnen und Debütanten. So werden die jungen Teilnehmer bezeichnet, die den Ball mit einer einstudierten Choreografie eröffnen. Der ORF führte sie in seinem Bericht über die Veranstaltung ausdrücklich unter den Mitwirkenden auf. Insgesamt beteiligten sich damals 144 Paare an der Eröffnung.
Für die klassische Tanzvorbereitung brachte sie nach eigener Aussage keine Tanzschulerfahrung mit. Sie hatte allerdings bereits Showtanz und Hip-Hop gemacht. Vor dem Auftritt beschäftigte sie die Sorge, bei der Choreografie Fehler zu machen.
Das Interview beschränkte sich nicht auf den Ball. Auf die Frage, ob sie beruflich ihren Eltern folgen wolle, antwortete sie: „Kochen ist nicht meines.“ Nach der Schule wollte sie zunächst in Amerika arbeiten und anschließend Modekommunikation in London studieren. Damit benannte sie schon damals ein konkretes berufliches Interesse.
Jennifer Lafer und ihre Ausbildung in London
London wurde später tatsächlich zu einer Station ihres Ausbildungswegs. Johann Lafer erklärte im Interview der „Abendzeitung“ über die beruflichen Wege seiner Kinder, seine Tochter habe dort ihren Master gemacht. Er bezeichnete das Fach als „Content Marketing“ und berichtete, dass sie mit großen Marken zusammenarbeite.
Content Marketing bedeutet, Inhalte für die Kommunikation eines Unternehmens oder einer Marke zu entwickeln. Dazu können beispielsweise Bilder, Videos oder redaktionelle Beiträge gehören. Die Aussage ihres Vaters beschreibt ihre Ausbildung und Tätigkeit aus seiner Perspektive.
Einzelne Arbeiten aus ihrem Londoner Ausbildungsumfeld lassen sich genauer nachvollziehen. Das London College of Fashion nennt sie in einem Projektbericht als Mitwirkende an Videoinhalten. Das Modemagazin „i-D“ veröffentlichte außerdem eine Fotografie von ihr im Zusammenhang mit einer Ausstellung von Central Saint Martins.
Videobeiträge für ein Museumsprojekt
Am London College of Fashion entstand ein Projekt zur Ausstellung „Undressed: A Brief History of Underwear“ des Victoria and Albert Museum. Studierende sollten dafür zeitbasierte Medien gestalten, also Arbeiten, die sich über eine bestimmte Dauer entfalten, etwa Videos oder Performances. Ergänzend waren Inhalte für Instagram vorgesehen.
Den Wettbewerb für die zentrale Performance gewann die Studentin Araxie Boyadjian mit „Memories Before History“. Die Hochschule nennt Jennifer neben weiteren Studierenden als Urheberin zusätzlicher Instagram-Videos, die auf Informationsbildschirmen am Londoner Bahnhof King’s Cross gezeigt werden sollten. Ihr Beitrag ist im Projektbericht des London College of Fashion ausdrücklich aufgeführt.
Ihre Beteiligung bestand damit in der Videogestaltung. Die Konzeption der ausgezeichneten Performance schrieb die Hochschule Boyadjian zu.
Ein Porträt von Stephen Jones
Eine weitere konkrete Arbeit ist das Porträt des britischen Hutdesigners Stephen Jones. „i-D“ veröffentlichte die Aufnahme mit dem Bildnachweis „Jennifer Maria Lafer“.
Das Foto gehörte zu einer Serie von 25 neu beauftragten Porträts für eine Ausstellung von Central Saint Martins. Die Aufnahmen entstanden durch Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs „MA Fashion Image“. Porträtiert wurden Personen aus dem Umfeld der Hochschule, darunter frühere Studierende und Lehrende.
Jennifer Lafer kam im Bericht auch selbst zu Wort. Sie schilderte ihre Begegnung mit Jones in dessen Geschäft und die Präzision, mit der er an seinen Hüten arbeitete. Hier lässt sich ihre Tätigkeit unmittelbar an einem veröffentlichten Werk festmachen: Sie stand hinter der Kamera und fotografierte den Designer für die Porträtserie.
Fotografie, Konzeption und Video als Berufsfelder
Ihr öffentliches Berufsprofil auf Malt führt die Tätigkeitsbereiche „Fotografie, Konzeption, Video“ auf. Zusätzlich nennt es Kenntnisse in Social Media, Markeninhalten und der Adobe Creative Suite, einer Sammlung von Programmen für gestalterische Arbeit. Als beruflichen Standort gibt das Profil München an.
Auf der Kreativplattform Cherrydeck werden ihre fotografischen Schwerpunkte weiter aufgeschlüsselt: künstlerische Fotografie, Mode und Beauty sowie Lebensmittel- und Stilllebenfotografie. Letztere beschäftigt sich mit arrangierten Gegenständen und Produkten. Auch Videografie und Nachbearbeitung gehören zu den dort genannten Leistungen.
Diese Angaben ergänzen die veröffentlichten Londoner Projekte. Die Museumsarbeit zeigt ihre Beteiligung an Bewegtbildinhalten, das Stephen-Jones-Porträt ihre Arbeit als Fotografin. Gemeinsam mit den angebotenen Leistungen ergibt sich ein berufliches Profil, dessen Schwerpunkt auf der Gestaltung von Bildern und Inhalten liegt. Der bekannte Familienname erklärt ihre Verbindung zur Fernseh- und Gastronomiewelt; ihre eigenen Arbeiten sind in der visuellen Kommunikation angesiedelt.
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