Kunigunde Rakers ist die Mutter der Journalistin und Fernsehmoderatorin Judith Rakers. Beruflich war sie als Innenarchitektin tätig. Öffentlich bekannt sind vor allem Angaben aus Interviews, in denen ihre Tochter über die eigene Kindheit und die Trennung ihrer Eltern gesprochen hat. Diese Aussagen geben einen begrenzten Einblick in die Familiengeschichte. Eine ausführliche öffentliche Biografie der Mutter liegt dagegen nicht vor. Ihr beruflicher Hintergrund lässt sich dennoch klar von der Fernsehkarriere ihrer Tochter unterscheiden.
Wer ist Kunigunde Rakers?
Die familiäre Verbindung bestätigt unter anderem das Porträt von Judith Rakers bei SWR3. Dort werden Kunigunde als Mutter und Hermann Rakers als Vater der Moderatorin genannt. Während die Mutter in der Innenarchitektur arbeitete, war der Vater Physiotherapeut. Judith kam am 6. Januar 1976 in Paderborn zur Welt und wuchs später bei ihrem Vater in Bad Lippspringe auf.
Die Berichte über ihre Mutter stehen überwiegend im Zusammenhang mit dieser Kindheit. Sie beschreiben familiäre Lebensumstände und die damalige berufliche Situation, nicht eine eigene Laufbahn im Fernsehen. Wer Mutter und Tochter auseinanderhalten möchte, sollte deshalb vor allem ihre unterschiedlichen Tätigkeiten beachten: Die journalistische Arbeit und die Auftritte als Nachrichtensprecherin gehören zu Judiths Berufsweg.
Ihr Beruf als Innenarchitektin
Dass Kunigunde Rakers als Innenarchitektin arbeitete, hat ihre Tochter selbst bestätigt. In einem Interview mit Hinz&Kunzt, das ursprünglich in der Ausgabe vom Januar 2009 erschien, nannte Judith die Berufe beider Eltern. Zugleich erklärte sie, dass niemand in ihrer Familie im Journalismus tätig gewesen sei. Hinz&Kunzt
Auf die Frage nach ihrem eigenen Berufswunsch verwies Judith auf ihr frühes Interesse an Sprache und Kommunikation. Bereits als Grundschülerin habe sie gern Aufsätze geschrieben und viel gelesen. Ihr Einstieg in den Journalismus war demnach keine Fortsetzung eines elterlichen Medienberufs.
Über die Arbeit ihrer Mutter berichtete sie später noch einen konkreten Umstand: Während ihrer Kindheit habe diese ihre berufliche Existenz aufgebaut und sei dafür häufig unterwegs gewesen. Diese Aussage beschreibt eine damalige Lebensphase. Sie enthält keine Angaben zu einzelnen Auftraggebern, Bauprojekten oder einer heutigen beruflichen Tätigkeit.
Die Trennung der Eltern und Judiths Umzug zum Vater
Judiths Eltern trennten sich, als sie sieben Jahre alt war. In ihrem Interview mit der „Bild am Sonntag“ von 2014 unterschied sie ausdrücklich zwischen der Trennung und ihrem späteren Umzug: Mit zehn Jahren habe sie beschlossen, beim Vater zu leben. Seine Arbeitsabläufe seien damals geregelter gewesen als die ihrer häufig reisenden Mutter.
Ihre Entscheidung erklärte sie mit dem Wunsch nach mehr gemeinsamem Familienalltag. Sie sei nicht gegen ihre Mutter gerichtet gewesen. Beide Eltern hätten ihr außerdem vermittelt, dass sie keine Schuld an der Trennung trage.
Diese zeitliche Unterscheidung ist wesentlich: Die Trennung der Eltern und der Wechsel in den Haushalt des Vaters waren nach Judiths eigener Schilderung zwei verschiedene Ereignisse.
Auch 2024 sprach sie im RTL-Interview über das Aufwachsen beim alleinerziehenden Vater. Dieser habe wegen seiner Praxis und anschließender Hausbesuche häufig lange gearbeitet. Judith beschrieb, dadurch früh selbstständig geworden zu sein. Den damals entwickelten Mut brachte sie rückblickend auch mit späteren beruflichen Entscheidungen in Verbindung. Das ist ihre persönliche Einordnung der eigenen Kindheit, keine Aussage über die heutige Beziehung zu ihrer Mutter.
