Sarah Engels gehört zu den bekanntesten Sängerinnen und Unterhaltungspersönlichkeiten Deutschlands. Einem Millionenpublikum wurde sie 2011 durch „Deutschland sucht den Superstar“ bekannt. Anders als viele ehemalige Castingshow-Teilnehmerinnen blieb sie jedoch nicht auf diesen einen Erfolg beschränkt. Sie veröffentlichte mehrere Alben, gewann große Unterhaltungsshows, arbeitete als Schauspielerin und Moderatorin und stand schließlich sogar beim Eurovision Song Contest auf der Bühne.
Ihr beruflicher Weg verlief dabei keineswegs geradlinig. Auf schnelle Charterfolge folgten ruhigere Phasen, persönliche Veränderungen und mehrere Versuche, sich musikalisch neu zu positionieren. Gerade diese Mischung aus öffentlichem Aufstieg, Rückschlägen und Neuanfängen prägt ihre Karriere bis heute.
| Persönliche Angabe | Information |
|---|---|
| Geburtsdatum | 15. Oktober 1992 |
| Geburtsort | Köln |
| Aufgewachsen | Hürth bei Köln |
| Beruf | Sängerin, Schauspielerin, Moderatorin und Entertainerin |
| Durchbruch | Zweiter Platz bei DSDS 2011 |
| Familienstand | Verheiratet mit Julian Engels |
| Kinder | Sohn Alessio und Tochter Solea |
| ESC-Teilnahme | 2026 mit „Fire“ für Deutschland |
Frühe Begeisterung für Musik und der ungewöhnliche Weg ins DSDS-Finale
Die Sängerin wurde in Köln geboren und wuchs im nahe gelegenen Hürth auf. Schon als Kind trat sie bei Schulveranstaltungen und Straßenfesten auf. Zusätzlich nahm sie mehrere Jahre Gesangsunterricht. Ihre spätere Karriere begann daher nicht erst mit dem ersten Fernsehauftritt. Musik und öffentliche Auftritte spielten bereits früh eine wichtige Rolle in ihrem Leben.
Der entscheidende Durchbruch gelang in der achten Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“. Ihr Weg durch die Sendung war ungewöhnlich: Zunächst schied sie in der ersten Mottoshow aus. Nach dem Rückzug einer anderen Kandidatin durfte sie jedoch in den Wettbewerb zurückkehren. Aus der bereits ausgeschiedenen Teilnehmerin wurde schließlich eine Finalistin.
Im Endspiel am 7. Mai 2011 trat sie gegen Pietro Lombardi an. Er gewann die Staffel, während sie den zweiten Platz belegte. Beruflich war das Ergebnis dennoch ein großer Erfolg. Ihre Version des Finaltitels „Call My Name“ erreichte Platz zwei der deutschen Singlecharts. Auch das wenig später veröffentlichte Debütalbum „Heartbeat“ kam in Deutschland bis auf Rang zwei.
Dieser schnelle Erfolg hatte allerdings eine Besonderheit: Ihr öffentliches Bild war von Anfang an eng mit Pietro Lombardi und ihrer gemeinsamen Geschichte verbunden. Die Beziehung der beiden entwickelte sich während der Sendung und wurde zu einem festen Bestandteil der Medienberichterstattung. Für ihre eigene künstlerische Identität war diese Verbindung gleichermaßen hilfreich und herausfordernd.
Wie Sarah Engels nach DSDS ihre Musik weiterentwickelte
In der ersten Phase ihrer Karriere standen gefühlvolle Popsongs und große Balladen im Vordergrund. Neben „Call My Name“ gehörte das Duett „I Miss You“ mit Pietro Lombardi zu ihren größten frühen Charterfolgen. Die beiden veröffentlichten später auch gemeinsame Projekte wie „Dream Team“ und „Teil von mir“.
Nach der privaten Trennung musste sich die Sängerin auch musikalisch neu orientieren. Das 2018 erschienene Soloalbum „Zurück zu mir“ war deshalb mehr als eine weitere Veröffentlichung. Schon der Titel deutete an, dass sie sich als eigenständige Künstlerin präsentieren wollte. Die Musik kombinierte deutschsprachigen Pop mit persönlichen Texten und moderneren Produktionen. Die Single „Genau hier“ erreichte ebenfalls die deutschen Charts.
Einen weiteren Schritt machte sie mit „Te Amo Mi Amor“. Der 2020 veröffentlichte Titel verband deutschsprachigen Pop mit sommerlichen, südeuropäischen Einflüssen. Beim Free European Song Contest trat sie damit für Italien an, passend zu ihren italienischen Familienwurzeln. Das Lied erreichte Platz elf der deutschen Charts und wurde zu einem ihrer erfolgreichsten Solotitel seit dem Beginn ihrer Karriere.
2021 folgte das Album „Im Augenblick“, das auf Platz acht der deutschen Albumcharts einstieg. Darauf fanden sich emotionale Balladen ebenso wie tanzbare Popsongs. Die Produktion zeigte, dass sie sich nicht dauerhaft auf Schlager, klassischen Pop oder einen einzelnen Stil festlegen wollte.
Mit „Strong Girls Club“ veröffentlichte sie im August 2025 ein besonders umfangreiches Projekt. Das Album besteht aus 20 Liedern und ist in einen englischsprachigen sowie einen deutschsprachigen Teil gegliedert. Zu den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern gehören Joel Brandenstein, Matthias Reim und Beatrice Egli. Inhaltlich stehen Selbstvertrauen, Zusammenhalt und das Überwinden schwieriger Situationen im Mittelpunkt.
Der kommerzielle Erfolg ihrer Veröffentlichungen fiel im Laufe der Jahre unterschiedlich aus. Nicht jede Single konnte an die hohen Platzierungen der DSDS-Zeit anknüpfen. Ihre musikalische Laufbahn allein anhand von Chartpositionen zu beurteilen, würde jedoch zu kurz greifen. Konzerte, Fernsehauftritte, Musicals und ihre starke Präsenz in sozialen Medien wurden zunehmend ebenso wichtig wie klassische Albumverkäufe.
Weshalb Fernsehshows für ihre Karriere so wichtig wurden
Schon früh zeigte sich, dass ihre Stärken nicht nur im Gesang liegen. Bei „Let’s Dance“ erreichte sie 2016 gemeinsam mit dem Profitänzer Robert Beitsch den zweiten Platz. Besonders ihr Contemporary-Auftritt wurde zu einem der auffälligsten Momente der Staffel. Die Sendung machte deutlich, dass sie anspruchsvolle Choreografien lernen und unter Live-Bedingungen umsetzen kann.
2018 gewann sie „Das große Promibacken“. Ein Jahr später folgte mit „Dancing on Ice“ ein deutlich sportlicherer Wettbewerb. Gemeinsam mit dem Eiskunstläufer Joti Polizoakis setzte sie sich im Finale durch. Der Sieg war bemerkenswert, weil sie während der Staffel zeitweise mit einer Verletzung zu kämpfen hatte.
Im Herbst 2020 trat sie bei „The Masked Singer“ als Skelett an. Sie gewann die dritte Staffel und konnte dort vor allem ihre Stimme in den Mittelpunkt stellen, ohne dass ihr Name oder ihre private Geschichte den ersten Eindruck bestimmten. Für eine ehemalige Castingshow-Kandidatin war das ein interessanter Rollenwechsel: Diesmal wusste das Publikum zunächst nicht, wer sang.
Weitere Erfahrungen sammelte sie als Jurorin bei „Das Supertalent“, als Moderatorin sowie in kleineren Schauspielrollen. Sie war unter anderem in zwei Folgen der ZDF-Reihe „Das Traumschiff“ zu sehen. Im Januar 2022 übernahm sie ihre erste Hauptrolle in dem Fernsehfilm „Die Tänzerin und der Gangster – Liebe auf Umwegen“. Darin spielte sie eine alleinerziehende Mutter, die von einer Karriere als Musicaldarstellerin träumt.
Ab November 2025 verkörperte sie Satine in der Kölner Produktion von „Moulin Rouge! Das Musical“. Die Rolle verband mehrere Fähigkeiten, die sie zuvor einzeln gezeigt hatte: Gesang, Tanz, Schauspiel und die körperliche Ausdauer für regelmäßige Bühnenauftritte.
Ehe, Kinder und der Umgang mit öffentlicher Aufmerksamkeit
Die Beziehung zu Pietro Lombardi gehörte viele Jahre zu den meistbeachteten Partnerschaften der deutschen Unterhaltungsbranche. Das Paar heiratete im März 2013. Im Juni 2015 kam der gemeinsame Sohn Alessio zur Welt. Nach der Trennung im Herbst 2016 wurde die Ehe 2019 geschieden.
Besonders in dieser Zeit verschwammen private Ereignisse und öffentliche Unterhaltung immer wieder. Interviews, Fernsehsendungen und Beiträge in sozialen Netzwerken machten Teile des Familienlebens sichtbar. Das führte zu großer Aufmerksamkeit, brachte aber auch Kritik und Spekulationen mit sich.
Später lernte die Sängerin den ehemaligen Fußballspieler Julian Büscher kennen. Das Paar heiratete im Mai 2021. Julian nahm den Familiennamen Engels an. Am 2. Dezember desselben Jahres wurde die gemeinsame Tochter Solea Liana geboren. Zum Haushalt gehört außerdem Sohn Alessio aus der ersten Ehe.
In ihren öffentlichen Beiträgen spricht die zweifache Mutter regelmäßig über Familienalltag, Sport und berufliche Projekte. Dennoch sollte zwischen den von ihr selbst veröffentlichten Informationen und unbestätigten Behauptungen aus der Boulevardpresse unterschieden werden. Nicht jedes Gerücht über Beziehungen oder familiäre Konflikte ist verlässlich belegt.
„Starke Mädchen“: Eine Botschaft wird zum eigenen Projekt
Die Themen Selbstwert und innere Stärke tauchen nicht nur in ihrer Musik auf. Nach ihrem Sieg bei „Schlag den Star“ im Jahr 2025 kündigte die Künstlerin an, das Preisgeld für den Aufbau einer eigenen Stiftung zu verwenden. Die daraus entstandene Stiftung „Starke Mädchen“ richtet sich an Mädchen und Frauen.
Ihr Ziel ist es, Selbstvertrauen früh zu fördern, Präventionsangebote zu unterstützen und Frauen in schwierigen Situationen Hilfe zugänglich zu machen. Damit wurde aus der Botschaft des Liedes „Starke Mädchen“ ein konkretes gesellschaftliches Projekt.
Diese Entwicklung zeigt auch, wie sich ihre öffentliche Rolle verändert hat. Zu Beginn wurde sie vor allem als junge DSDS-Sängerin und Partnerin von Pietro Lombardi wahrgenommen. Später rückten Mutterschaft, sportliche Disziplin und Selbstbestimmung stärker in den Vordergrund.
Der Eurovision Song Contest 2026
Mit dem englischsprachigen Dance-Pop-Song „Fire“ gewann Sarah Engels im Februar 2026 den deutschen ESC-Vorentscheid. Das Lied handelt vom Loslösen aus einer belastenden Beziehung und davon, den eigenen Wert wiederzuentdecken. Sie war am Songwriting beteiligt und verband den Titel bewusst mit der Botschaft ihrer Stiftung.
Beim Eurovision Song Contest in Wien startete Deutschland automatisch im Finale. Der Auftritt war aufwendig choreografiert und stellte ihre Erfahrung als Sängerin und Tänzerin heraus. Bei der Abstimmung reichte es dennoch nur für Platz 23 von 25 Teilnehmern. Deutschland erhielt insgesamt zwölf Punkte und keine Punkte aus dem Publikumsvoting.
Das Ergebnis war eine Enttäuschung, schmälert aber nicht die Bedeutung des Auftritts für ihre Karriere. Der ESC verschaffte ihr internationale Sichtbarkeit und führte sie auf eine Bühne, die weit über den deutschsprachigen Markt hinausreicht. Zugleich zeigte der Wettbewerb erneut, dass Bekanntheit im eigenen Land keine Garantie für Punkte aus internationalen Jurys oder dem europäischen Publikum ist.
Fazit
Sarah Engels hat sich vom Castingshow-Talent zu einer vielseitigen Entertainerin entwickelt. Ihre Karriere umfasst erfolgreiche Singles, mehrere Alben, große Fernsehshows, Schauspielrollen, Musicalauftritte und den Eurovision Song Contest. Dabei waren nicht alle Projekte gleichermaßen erfolgreich, doch gerade ihre Fähigkeit, sich nach Rückschlägen neu auszurichten, erklärt ihre langjährige Präsenz.
Sie ist heute nicht mehr ausschließlich mit DSDS oder ihrer früheren Ehe verbunden. Musik bleibt der Kern ihrer Arbeit, wird inzwischen aber durch Tanz, Schauspiel, soziales Engagement und eigene Projekte ergänzt. Aus einem schnellen Fernsehruhm ist so eine ungewöhnlich beständige Karriere entstanden.
Häufig gestellte Fragen
Wie alt ist Sarah Engels?
Sie wurde am 15. Oktober 1992 geboren und ist im Juli 2026 33 Jahre alt.
Hat sie DSDS gewonnen?
Nein. Sie erreichte 2011 das Finale der achten Staffel, belegte hinter Pietro Lombardi aber den zweiten Platz.
Wie viele Kinder hat die Sängerin?
Sie hat zwei Kinder. Sohn Alessio wurde 2015 geboren, Tochter Solea Liana kam 2021 zur Welt.
Wer ist ihr heutiger Ehemann?
Seit Mai 2021 ist sie mit dem ehemaligen Fußballspieler Julian Engels verheiratet. Er hieß zuvor Julian Büscher und nahm nach der Hochzeit ihren Familiennamen an.
Welchen Platz erreichte sie beim ESC 2026?
Mit dem Song „Fire“ belegte sie im Finale in Wien Platz 23 von 25 und erhielt insgesamt zwölf Punkte.
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